Dosieranlagen – Effektive Chemikaliendosierung gegen Geruchsemissionen und Korrosion
UNITEX ENGINEERING

Einleitung: Präzise Dosierung für gesunde Abwasseranlagen

Schwefelwasserstoff (H₂S), Geruch und Korrosion sind Herausforderungen für Betreiber von Kanalnetzen und Kläranlagen. Dosieranlagen ermöglichen eine gezielte und zuverlässige Zugabe von Chemikalien, um diese Probleme zu vermeiden.

Zur Reduktion der Phosphoreinleitungen in die Gewässer kann eine unterstützende Fällung sinnvoll sein. Auch hier können unsere Dosieranlagen zu einer effizienten Nutzung der einzusetzenden Chemikalien beitragen.

Wir beraten und planen individuell auf die lokalen Randbedingungen, Durchflussmengen und Chemikalien abgestimmt – so sichern wir optimale Wirkung, minimieren Betriebskosten und verlängern die Lebensdauer Ihrer Bauwerke.

Herausforderung: Risiken ohne Dosierung

  • Korrosion: Bei Schwefelwasserstoffemissionen, welche Beton und Stahl angreifen, reduziert sich die Lebensdauer und Betriebs- sowie Arbeitssicherheit von Schächten, Leitungen und ganzen Anlagen.
  • Geruchsemissionen: Unkontrollierte Bildung von Geruchsstoffen erzeugt Beschwerden von Anwohnern.
  • Grenzwertüberschreitungen: fehlerhaft Dosierungen können dazu führen, dass Ablauf- bzw. Emissionsgrenzwerte von Anlagen nicht eingehalten werden. Dies kann mit rechtlichen Konsequenzen verbunden sein.
  • Fehldosierung: Ohne präzise Steuerung entstehen unnötige Kosten oder unzureichender Schutz.
  • Anlagenvariabilität: Durchflüsse, Fremdwasseranteile und organische Belastung schwanken stark und erfordern flexible Lösungen

    Lösung: Maßgeschneiderte Dosieranlagen

    Wir planen stationäre oder mobile Dosieranlagen, die auf Ihre Bedürfnisse angepasst werden:

    Typische Einsatzgebiete

    • Pumpwerke
    • Druckleitungen
    • Schächte mit hoher Schwefelwasserstoffbelastung
    • Industrienetze mit schwankenden Abwasserzusammensetzungen
    • Kläranlagen zur Phosphorelimination
    Technische Merkmale

    1. Dosiersteuerung

    • Automatische Anpassung an Durchfluss, Abwasserqualität oder Belastungs-Messwerte
    • Reduktion von Über- und Unterdosierung

    2. Chemikalienauswahl

    • Calciumnitrat: verhindert Sulfidbildung, bzw. Rückoxidation vorhandenen Sulfids
    • Eisen(II) oder Eisen (III)-Verbindungen: fällen Sulfide chemisch
    • Luft/Sauerstoff: verhindert Sulfidbildung, bzw. Rückoxidation vorhandenen Sulfids
    • Eisen- und/oder Aluminiumsalze: Fällung von Phosphor
    • Andere: diverse Einsätze z. B. zur Flockungsoptimierung

    3. Bauarten

    • Stationär: Dauerbetrieb, integrierbar in bestehende Anlagen
    • Mobil: Temporäre Tests oder flexible Einsatzmöglichkeiten

    4. Monitoring und Reporting

    • online-Datenübertragung
    • Dokumentation für Betriebsführung, Audit und Wartung
    Vorgehensweise bei der Implementierung 

    1. Analyse

    • Schwefelwasserstoffmessungen, Sulfidbilanz, Durchflussmessungen oder Auswertung vorliegender chemischer Analysen
    • Bestimmung des/der optimalen/optimalen Dosierpunkte

    2. Konzeption

    • Dimensionierung der Dosierpumpen und Chemikalienbehälter
    • Auswahl von Sensorik und Steuerung

    3. Installation und Inbetriebnahme

    • Einbau der Anlage vor Ort
    • Kalibrierung, Testläufe und Schulung des Betriebspersonals
    • Abnahme durch Sachverständigen (extern)

    4. Monitoring und Optimierung

    • Langzeitüberwachung, automatische Anpassung
    • Effizienzsteigerung durch gezielte Nachjustierung

    Praxisbeispiele: 

    • Kleinstadtpumpwerk: Nitratdosierung reduziert Schwefelwasserstoff um 65 %, Geruchsbelastungen waren nicht mehr vorhanden, Betriebskosten < 5.000 €/Jahr.
    • Industrienetz: Eisen-Dosierung zur Sulfidfällung → Schutz der Rohrleitungen, langfristige Korrosionsminimierung.
    • Großstadt: Sauerstoffeintrag über mobile Dosieranlage getestet → erfolgreiche Reduktion von Korrosion und Geruch vor Investition in stationäre Anlage.

      FAQ – Häufig gestellte Fragen

      Welche Chemikalien werden dosiert?

      Calciumnitrat, Eisen- oder Aluminiumverbindungen, Luft oder Sauerstoff, je nach Randbedingungen und Zielvorgaben.

      Wie erfolgt die Dosierung?

      Automatisch über Durchflussmessung, Sensorwerte oder Zeitsteuerung.

      Sind mobile Anlagen genauso effektiv wie stationäre?

      Ja, für Tests oder temporäre Einsätze; stationäre Anlagen sind für dauerhafte Lösungen gedacht.

      Wie hoch sind die Betriebskosten?

      Je nach Chemikalienverbrauch, Netzgröße und Steuerungsgrad – deutlich günstiger als Korrosionsschäden.

      Wie schnell wirkt die Dosierung?

      Reduktionen von H₂S und Geruch können innerhalb weniger Stunden bis Tage sichtbar sein.

      Ist eine Anpassung an wechselnde Netzbelastungen möglich?

      Ja, moderne Dosieranlagen passen Dosiermengen automatisch an schwankende Bedingungen an.

      Unsere Ansprechpersonen

      Sie möchten Schwefelwasserstoff, Geruch und Korrosion in Ihrem Kanalnetz gezielt kontrollieren oder die Phosphorfällung optimieren?
      Kontaktieren Sie uns – wir beraten, planen und installieren Ihre maßgeschneiderte Dosieranlage für maximale Sicherheit und Effizienz.

      Tobias Langkau, M. Eng.

      Leitung Engineering Rostock

      +49 175 1174948
      t.langkau@unitex-ib.de

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